Zum Vorspiel Brokkoli

mein erstes Brokkoli Rezept

Die Forschung hat belegt, das eine bevorstehende Belohnung das Dopamin im Gehirn freisetzt. Mit dem Glücksgefühl Hormon Dopamin ist man gut gelaunt und voller Freude. Sicher kennst du die aufregenden Wochen vor dem Jahresurlaub. Alles wird geplant und vorbereitet. Die Vorstellungskraft für die Urlaubs-Zeit des Jahres bringt die schönsten Bilder über das bevorstehende Ereignis ins Gedächtnis. Du freust dich.

mein erstes Brokkoli Rezept
Das kann ja jeder, wenn er Bock dazu hat. Die Gewohnheit jede Woche, für den Anfang, jede Woche ein Gemüse Rezept selber machen.

Fastfood wie Hamburger mit Pommes und Cola oder eine Pizza Calzone mit Extrabeilage Artischocken lassen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ich kann es kaum erwarten den „Biggest Burger ever“ zwischen meinen Händen zu halten und genüsslich reinzubeißen. Oder die Ecken der Pizza Calzone mit einem scharfen Messer anzuschneiden und dann das salzige Hefeteil mit der Gabel in der Hand zu betrachten bevor es am Stück in meinem Mund verschwindet.

Doch was ist mit gesunder Nahrung? Ich mag Gemüse, wenn es mir servierfertig gedünstet mit einer schmackhaften Beilage aufgetischt wird. Aber selber machen? Ich koche zwar gerne und habe sogar schon als Finger Food Macher gearbeitet. Aber für mich? Abends, wenn ich müde bin. Ne, da muss es schnell gehen und schmecken, wenn dann noch die Sinnesorgane angesprochen werden um so besser. So eine Tüte Chips hot Peperoni wäre was gewesen. Betonung liegt auf gewesen. Sicher, wenn es sein muss gönne ich mir eine halbe Tüte. Das reicht mir mittlerweile schon.

Was könnte mir die Brokkoli, um im Beispiel zu bleiben, schmackhaft machen?

Zufällig habe ich gestern einen Brokkoli gekauft und in den Dampfgarer geschnitten. Das Teil wurde sogar angenehm bissfest gedämpft. Aber gegessen habe ich es nicht. Steht jetzt im Kühlschrank. Nur wie lange?

Bis mir einfiel, man könnte ja diese Kombi der Fastfood-Nahrung nachempfinden Salzig, fettig, evtl. etwas säuerlich süß auch mit Brokkoli machen.

Geschmacklich eine Herausforderung für mich. Aber mal einen Schlenker zu dem Belohnungssystem des Unterbewussten. Wann gewöhnt sich ein Mensch oder auch ein Tier an eine bestimmte Handlung? Wie werden Hunde trainiert? Mit Leckerlis! Ok, bin dabei.

Zum Beispiel Brokkoli essen in Verbindung mit Kuscheleinheiten danach. (Was sonst)?

Das ist mir mal tatsächlich passiert. Vor langer Zeit sagte mir meine damalige Freundin, wenn du mehr willst, musst du abnehmen.

Was glaubst du wie schnell ich auf dieses Pferd aufgesprungen bin? Ich fastete sogar wochenlang. Solange bis die Kuh Schluss machte. Entschuldigung für den Ausdruck ist doch wahr. Reise mir den A* auf und dann ist Ende Gelände.

Ich hatte aber zumindest ein angenehmes Körpergewicht. Hielt nur nicht lange. Die Geschichte, die danach folgte, erzähle ich in einem Beitrag mit dem Titel: 10.000 Kalorien und dann ins Bett.

Aber was ich eigentlich sagen will.

Könnte eine gesunde Ernährung mit einer anschließenden Belohnung leichter umgesetzt werden als ohne Belohnung?

Schmecken Brokkoli auch ohne Kuschelzeit danach?

Wie kann Brokkoli zu meinem Fast-Food werden?

Wer hat ein Rezept für einen Dip der süchtig macht nach dem Grünzeug.

Süß-sauer passt nicht. Leichte flüssige Mehlschwitze gesalzen, könnte schmecken. Beilage Salzkartoffel ist schon wieder eine Mahlzeit mit na ja geringen Aufwand aber aufwendig.

Du siehst: Packung auf und los essen ist so meine Devise.

Jetzt heißt es, mich auf Rezept Suche begeben. IIch glaube, diese Aktion sollte ich mir einmal wöchentlich antun.

OK, ich suche mir einmal in der Woche ein Rezept für mein Kochevent.

Damit bilde ich mir eine neue Gewohnheit. Die Belohnung wäre dann leckeres Gemüse ohne anschließenden Kuschelrock, aber mit einem guten Gewissen. Zeit für rocken geht immer.

Als Anfänger in Sachen: „Nach Rezept kochen“ bin ich im Internet natürlich gleich fündig geworden.

Brauchte nur das Gemüse-Wort mit B., ich kann’s bald nicht mehr hören  Rezepte eingeben und wurde förmlich überschwemmt mit guten Nachrichten zum Thema.

Auf der Webseite lecker.de haben mich lecker angerichtete Speisen angelächelt. Was sonst?

Ich klickte auf ein Rezept für kleines Geld. Klein, einfach und schnell dachte ich. Das Herstellen dieses Auflaufs mit Brokkoli und Schinken beansprucht allerdings 45 Minuten. Und dann muss auch die Zutatenliste alles hergeben.

Ok einfach und na ja bis alles in der Auflaufform ist, fast eine Stunde Zeit investieren. Dann esse ich vorher was und lasse den Auflauf kalt werden. Gar nicht so einfach mit dem Kochen.

Aber ein einziges Rezept in der Woche als Veränderungsmodul „ich lerne eine neue Gewohnheit“ ist sicher nicht verkehrt.

Und vielleicht gewöhne ich mich auch an die Arbeitszeiten für ein leckeres Essen.

Was mir gleich positiv aufgefallen ist, steht oben auf der Zutatenliste:

für 4 Personen. Das gefällt mir. Ist demnach genug für mich.

Zur Berechnung der Kalorien:

•             1 Portion:

•             480 kcal davon,

•             32 g Eiweiß

•             34 g Fett

•             7 g Kohlenhydrate

Mein Verbrauchs-Wert (DCI hier im Beitrag Tagesgewicht erklärt) sprich Kalorienumsatz pro Tag beträgt ca. 3800 kcal. Das braucht ein Mann mit meiner körperlichen Zusammensetzung.

4 Portionen a 480 kcal macht zusammen, Moment, Taschenrechner aktivieren: 1920 kcal. Alles inklusive.

Das ist gerade mal die Hälfte meines Tagesbedarfes.

Gut ich esse ja nicht alles auf einmal. Vielleicht gebe ich den Familienangehörigen was ab. Problem bei Brokkoli ist, nicht jeder mag ihn.

Oder auf zweimal essen verteilen. Ich glaube so wird es ausgehen.

Also bis zum nächsten Mal bei der Rezept-Suche.

Upps. Jetzt muss ich meine gekühlte Brokkoli von gestern noch vorbereiten. Vielleicht mit Käse überbacken. Ist auch lecker, oder? Was draus geworden ist, kannst du im obigen Bild erkennen. Brokkis mit Blumenkohl, Oliven, Kochschinken und Käse. Dazu ein Ei mit Milch und Gewürzsalz verrühren und in die Auflaufform gießen.

Fazit: gesagt – getan – gegessen. Ich schaffte nicht ganz die Hälfte. Knapp 2 Portionen. Aß aber noch ein Marmeladenbrot hinterher. Und zwei Sahnejoghurt. Dat is´ manchmal so. Ess-Tag, ganz normal, oder? Trotzdem nehme ich ab.

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